Antwort von Klar! Schaffhausen auf die Medienmitteilung des ENSI vom 26. Februar 2010

Das ENSI (Eidgenössisches Nuklarsicherheitsinspektorat) hat am 26. Februar in seiner Medienmitteilung wie erwartet die von der NAGRA vorgeschlagenen Standorte für die Entsorgung von radioaktiven Abfällen bestätigt. Dies war bereits im Vorfeld befürchtet worden.

Wie erwartet kommt das ENSI heute zum Schluss, dass die Analysen der NAGRA korrekt und nachvollziehbar und die geologischen Grundlagen gut dokumentiert worden seien. Ebenso lässt es sich vernehmen, dass alle relevanten Informationen für die Auswahl der Standortgebiete ausreichend berücksichtigt worden seien. Dies ist schlicht und ergreifend ein Affront, weil nicht wahr! Der geologische Untergrund und die bautechnische Machbarkeit können ja wohl niemals die alleine ausschlaggebenden Faktoren für ein Atommüllendlager sein! Sowohl die sozio-öknomischen Auswirkungen, als auch die Rückholbarkeit und neusterdings auch die Auswirkungen der möglichen oberirdischen Bauten sind nicht einmal am Rande erwähnt worden.

Die Diskussion wird gezielt in eine fatale Richtung gelenkt

Die Diskussion läuft wie erwartet in eine aus unserer Sicht völlig falsche Richtung: Fokussiert wird die bautechnische Machbarkeit und es wird der Bevölkerung Sicherheit vorgegaukelt, wo keine sein kann! Niemand hat auch nur eine entfernteste Ahnung von den Auswirkungen, die das alles auf uns und unsere Nachfahren bis ins x-te Glied haben wird.

Alternativen aufzeigen und Bevölkerung sensibilisieren

Stattdessen sollten vermehrt Anstrengungen im Bereich alternativer Energieformen gemacht werden, sehr positive Ansätze gibt es ja bereits. Innovative Arbeitsplätze sind erst noch attraktiver im Standortwettbewerb, als vermummte Gestalten hinter unter- und oberirdischen Hochsicherheitsanlagen! Stellen Sie sich diese und die Transporte dorthin nur einmal vor: adieu kleines Paradies, adieu Regionaler Naturpark, adieu Weinerlebniszentrum. Der Schaden wäre immens!

Im Falle der gewünschten Alternativenergien müsste selbstverständlich eine Güterabwägung gemacht werden: zwei gleichwertige Güter, nämlich den Landschafts- und Umweltschutz versus eine vernünftige und sichere Energiegewinnung! Dazu das Bekenntnis der Menschen, dass wir mit der Fortführung unserer gegenwärtigen Ressourcenverschleuderung nicht so weiter machen können: auch die eingefleischtesten Befürworter der Atomenergie spüren dies im Grunde ihrer Magengrube.

Es wird deshalb in nächster Zeit ein Ziel von Klar! Schaffhausen sein, die Bevölkerung mit Aktionen auf die Auswirkungen eines Atommüllendlagers am Südranden aufmerksam zu machen. Sie sollen die Menschen sensibilisieren und der Magengrube der standhaft hartnäckigen Befürwortern zusetzen.

Gabriela Buff
Präsidentin Klar!Schaffhausen

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