26.02.2011, Schaffhauser Nachrichten, Beilage

Klar! plant neue Aktionen

Der Verein Klar! Schaffhausen traf sich in Neuhausen zur ersten ordentlichen Generalversammlung.

von Claudia Härdi

Am Donnerstagabend hat sich der Verein Klar! Schaffhausen, der sich vor allem für den Widerstand gegen ein Endlager für radioaktive Abfälle im Südranden und in Benken und für den Ausstieg aus der Atomenergie einsetzt, im Volkshaus in Neuhausen am Rheinfall zur ersten Generalversammlung getroffen. Eine Gelegenheit, das Vereinsjahr mit seinen verschiedensten Aktivitäten Revue passieren zu lassen. Das Gründungsjahr des Vereins (der Verein wurde am 18. November 2009 in Neuhausen am Rheinfall gegründet) war naturgemäss durch die Konsolidierung des Vereins und durch die erste Etappe des Sachplanverfahrens des Bundes geprägt. Letztere gab vor allem den Takt an. Dazu hätten Stellungnahmen für die Medien und zum Schluss eine umfassende Anhörungsantwort an den Bund verfasst werden müssen, heisst es im Jahresbericht von Klar! Schaffhausen. «Diese Arbeiten im Hintergrund gehörten ebenso zu den Tätigkeiten des Vereins wie die Events», sagte Gabriela Buff, Präsidentin des Vereins, an der Generalversammlung.

Weiterhin ein wichtiges Thema sei für den Verein Klar! Schaffhausen die Vernetzung mit anderen gleichgesinnten Organisationen, wie zum Beispiel mit «Klar! Schweiz», «IG Lebensraum Klettgau», «Kernfrauen Wein-Land» und der deutschen Bürgerinitiative «Hochrhein Aktiv». Im Verlauf des letzten Jahres haben sich zudem verschiedene Gemeinden als Kollektivmitglieder dem Verein angeschlossen. Dies sind: Gächlingen, Guntmadingen, Jestetten, Neuhausen am Rheinfall, Oberhallau und Siblingen. Die Events mit den gelben Fässern hätten trotzdem viel zu reden gegeben und damit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Events hätten die Diskussion angeregt und die Menschen auf die Dringlichkeit des Vorhabens aufmerksam gemacht, heisst es weiter im Jahresbericht. «Die gelben Fässer werden auch im neuen Jahr wieder zum Einsatz kommen», versprach Beat De Ventura. Vom Frühling bis zum Herbst könne mit monatlichen Atommüll-Aktionen rund um den Rheinfall gerechnet werden. Das Hauptaugenmerk des Vereins werde im neuen Jahr zudem auf der Mitgliederwerbung liegen. Neben der Genehmigung des Jahresberichts, der Abnahme der Rechnung sowie des Revisorenberichts und Anträgen zu Statutenänderungen wurden an der Generalversammlung Kantonsrat Matthias Frick (ALSH) aus Trasadingen und Heinz Michel, Architekt und Organisationsberater aus Neunkirch, in den Vorstand gewählt. Zudem wurde Peter Reitschin als zweiter Rechnungsrevisor gewählt. Erster Revisor ist Hanspeter Kissling. Dem Vorstand des Vereins gehören an: Gabi Buff (Präsidentin), Sonia Rodriguez (Sekretariat), Franziska Knapp (Finanzen), Beat De Ventura (Events), zudem Iren Eichenberger (Beirat), Willi Josel (Beirat), Martina Munz (Beirat) und Stephan Rawyler (Beirat). Martina Ronner ist aus dem Vorstand zurückgetreten.

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