10.01.2012, Schaffhauser Nachrichten

Spekulationen um den Standort Südranden

Atommüll-Endlager

Die Oberflächenbauten eines Endlagers für mittel- und schwach radioaktive Abfälle könnten auf das Gebiet der Gemeinde Guntmadingen zu stehen kommen. Das meldete Radio Munot über das Wochenende. Der Sender bezog sich dabei auf eine Aussage von Gabi Buff, der Präsidentin von Klar! Schaffhausen, die diese an einer Versammlung der SP Stein am Rhein gemacht habe. Gegenüber den SN erklärte Buff gestern, bei dieser Aussage zu Guntmadingen habe es sich um «reine Spekulation» gehandelt.

Nagra muss Vorschläge machen

Fakt ist, dass die Nagra bis Ende Monat für jeden der sechs möglichen Standorte für ein Endlager zwei bis drei Vorschläge machen muss, wo innerhalb des Perimeters des möglichen Standortes die Oberflächenanlagen gebaut werden könnten. Das heisst, dass auch für den Standort Südranden zwei bis drei Vorschläge gemacht werden müssen. Ob darunter auch Guntmadingen ist, wollte Heinz Sager, der Leiter der Kommunikation bei der Nagra, gegenüber den SN weder bestätigen noch dementieren. Er verwies auf das Bundesamt für Energie, das am Freitag, 20. Januar in Bern dazu informieren werde. Vorher würden keine Auskünfte erteilt. Auch Stephan Rawyler, Gemeindepräsident von Neuhausen am Rheinfall und Präsident der Regionalkonferenz Südranden, wollte zu einem möglichen Standort Guntmadingen keine Aussagen machen. Er verwies seinerseits auf eine ge- meinsame Medienorientierung der Regionalkonferenzen Zürich-Nordost und Südranden, die auf den Nachmittag nach der Information in Bern durch das Bundesamt, für Energie angesetzt werde. Was Guntmadingen betrifft erklärte Gemeindepräsident Hans Schwaninger gestern gegenüber den SN, er wisse von nichts. Es sei allerdings realistisch anzunehmen, dass, falls der Standort Südranden komme, diese Oberflächenanlagen irgendwo im Oberklettgau und dort wahrscheinlich im östlichen Teil gebaut würden. (ek)

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